PRESSEMELDUNG: Aufholen nach Corona – Das Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen fördert gemeinnützige Familienferienstätten

06. Mai 2021

Das Bundeskabinett hat ein Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche gebilligt. Das „Aktionsprogramm Aufholen“ mit einem Umfang von zwei Milliarden Euro soll die Folgen der Corona-Maßnahmen für junge Menschen abmildern.

Neben den drei Säulen zum Abbau von Lernrückständen, zur Förderung von frühkindlicher Bildung und zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule, beinhaltet die vierte Säule „Ferienfreizeit und außerschulische Angebote“ die Förderung von gemeinnützigen Familienferienstätten in Höhe von 50 Millionen Euro.

Gerade für Familien war und ist die Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung. Vielfach mussten Arbeit, Homeschooling, Kinderbetreuung und andere Verpflichtungen parallel bewältigt werden. Ohnehin schon belastete Familien leiden in der Krise doppelt. Der Bedarf nach Entlastung (auch) in Form von Erholungsmaßnahmen ist deshalb groß.

Familien mit kleinen und mittleren Einkommen müssen auf einen gemeinsamen Erholungsurlaub häufig verzichten, obwohl dieser gerade in dieser herausfordernden Situation besonders erforderlich wäre. Deshalb ermöglicht das Bundesfamilienministerium diesen Familien einen vergünstigten Erholungsaufenthalt in Deutschland. Der Erholungsaufenthalt kann in gemeinnützigen Familienferienstätten der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung und weiteren für die Familienerholung geeigneten gemeinnützigen Einrichtungen stattfinden, in denen neben pädagogischen Angeboten auch Gesprächs- und Begegnungsangebote für Eltern zur Verfügung stehen.

„Gemeinnützige Familienferienstätten in Deutschland bieten einen besonderen Ort der Familienerholung.“ so Christina Borchert, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. „Die Angebote sind vielfältig und stehen allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung. Das Ziel ist es, Familien im Rahmen einer Erholungszeit für den Alltag zu stärken. Dabei stehen Gemeinschaft, Abenteuer, Sport, Entspannung, Natur und Umwelt sowie auch ein guter Austausch im Mittelpunkt der Familienfreizeit.“

Ganz besonders freut sich die BAG FE zudem über die Nennung von der Bundesministerin Frau Franziska Giffey in der Pressekonferenz am 05. Mai 2021. Dort stellt sie den Katalog „Urlaub mit der Familie“ vor und verweist auf die vielfältigen Erholungsangebote für Familien in über 80 Familienferienstätten der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung. Es gehe darum, „Kinder, Jugendliche und ihre Familien nach den harten Lockdown-Zeiten auf dem Weg zurück in einen geregelten Alltag“ zu unterstützen, sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

Dr. Hermann-Josef Tebroke, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft betont hierzu: „Familien haben die Auswirkungen der Pandemie besonders zu spüren bekommen und wurden vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Daher freue ich mich, dass mit dem Corona-Aufholpaket nun auch individuelle Erholungsangebote für besonders belastete Familien gefördert werden. Hierfür stellt der Bund insgesamt 50 Millionen Euro zur Verfügung und übernimmt bis zu 90% der Förderung, um Familien eine Woche Urlaub in einer gemeinnützigen Familienferienstätte zu ermöglichen“.

Das Bundesfamilienministerium arbeitet derzeit an einer Richtlinie zur Umsetzung des Programms „Corona-Auszeit für Familien“ mit dem Ziel, anspruchsberechtigten Familien ab Herbst 2021 den vergünstigten Erholungsaufenthalt zu ermöglichen.

 

Die Bundespressekonferenz können Sie unter folgendem Link anschauen: https://www.facebook.com/tagesschau/videos/4472090016152643

(Förderung Familienferienstätten: 18:12 bis 20:57)

 

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