Nebenan.de – Vernetzung der Nachbarschaft in der Corona-Krise

Hotline von nebenan.de – Unterstützung gesucht!

Seit dem Ausbruch der Corona-Krise ist die Nutzer*innenzahl bei nebenan.de sprunghaft angestiegen. Viele Menschen nutzen die Plattform, um sich dort schnell und unkompliziert mit ihren Nachbar*innen auszutauschen. Eine Welle der Solidarität wird auch hier deutlich. Menschen organisieren sich und bieten gegenseitige Unterstützung in der Nachbarschaft an.

Um auch die vielen Menschen, die nicht digital erfahren und vernetzt sind, aber gerade jetzt dringend Unterstützung brauchen, mit hilfsbereiten Nachbar*innen zusammenzubringen, startete nebenan.de und die nebenan.de-Stiftung eine Initiative und schaltete kurzfristig die kostenfreie Hotline 0800 866 55 44.

Auf einem Anrufbeantworter hinterlässt man seine Telefonnummer und PLZ und gibt an, welche Art von Nachbarschaftshilfe man benötigt. Die Hilfe-Gesuche werden automatisch bei nebenan.de bei registrierten Nachbar*innen in dem entsprechenden PLZ-Gebiet angezeigt. Die Nachbar*innen können auf “Jetzt helfen” klicken und direkt mit dem Hilfesuchenden Kontakt aufnehmen.

 

Seit dem 21.03 ist die Hotline frei geschaltet und bereits in den ersten 48 Stunden gab es über 4.000 Hilfegesuche. Bisher konnten rund 90 % der Anfragen an hilfsbereite Nachbar*innen vermittelt werden. Ab dieser Woche wird die Hotline 0800 – 8 66 55 44 auch über TV und Radio von Franziska Giffey und Benno Fürmann beworben. Die Hotline vernetzt die Menschen, die bei nebenan.de als Nachbar*innen gemeldet sind und die weniger digital-affinen Menschen in ihrer Nachbarschaft.

Da im Netzwerk von nebenan.de nicht alle Postleitzahlen abgedeckt sind, gibt es noch einige Regionen, in denen nicht oder nicht schnell genug helfende Nachbar*innen gefunden werden können. Angesichts der TV- und Radio-Werbung von Franziska Giffey und Benno Fürmann rechnet nebenan.de mit einem deutlich höheren Aufkommen an Anrufen. Damit weitgehend vermieden wird, dass eine größere Zahl der Hilfegesuche offenbleiben müssen, suchen wir Unterstützung.

 

So können Sie helfen:

Auch soziale Einrichtungen und Dienste sind Nachbarn und können sich kostenlos in ihrer Nachbarschaft auf der Plattform anmelden. Wenn Hilfegesuche in dieser Nachbarschaft eingehen, können auch Ihre Einrichtungen und Dienste darauf reagieren und Kontakt zu den Nachbar*innen aufnehmen.

Alternativ können Träger und Einrichtungen ihre Kontakte in dieses Formular (https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfHZm8ito194OQiLEoSbqzQIA-dqNM1jAcw8oieBgMPvJTOig/viewform ) mit allen Postleitzahlen, in denen sie helfen können, eintragen. Sobald bei nebenan.de Gesuche auftauchen, die nicht vermittelbar sind und in dem angegebenen Postleitzahlbereich liegen, werden diese automatisch an die hinterlegte Email der Einrichtungen und Dienste gesendet.

 

Diese Initiative trägt dazu bei, dass Menschen zu Hause bleiben können und Unterstützung bekommen. Sie fördert darüber hinaus den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

 

Quelle: Diakonie Deutschland https://www.diakonie.de/diakonie-zitate/diakonie-zitat-solidarische-nachbarschaftshilfe-statt-leichtsinnigkeit